Wenn das Herz schwächelt
Klinik für Innere Medizin I – Herzinsuffizienz

Bei etwa vier Millionen Deutschen pumpt das Herz nicht richtig
Als Herzinsuffizienz bezeichnen wir eine eingeschränkte Herzleistung oder auch Herzschwäche. Dafür kann es verschiedene Ursachen geben. Manchmal sind es Herzklappenfehler, in anderen Fällen eine verminderte Durchblutung des Herzmuskels.
Einige Menschen leiden auch unter einer vererbten Herzinsuffizienz. Je nach Ursache brauchen die betroffenen Patient:innen verschiedene Behandlungen wie etwa eine Herzkatheteruntersuchung oder eine neue Herzklappe. In anderen Fällen müssen Herzrhythmusstörungen verödet oder spezielle Herzschrittmacher eingesetzt werden.
Zusätzlich benötigen Patient:innen mit Herzschwäche spezielle Medikamente, deren Dosierung immer wieder individuell verändert werden muss. Diese Patient:innen haben darüber hinaus oft Probleme mit anderen Organen, insbesondere der Niere, so dass Therapiepläne und Medikamentengaben genau aufeinander abgestimmt werden müssen.
Die optimale Behandlung dieser Patient:innen erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Experten. Hierfür gibt es im St. Johannes Hospital eine spezielle Herzinsuffizienz-Konferenz, in der für unsere Herzschwäche-Patient:innen eine personalisierte Therapie besprochen und festgelegt wird.
Wenn ein Herz akut in seiner Leistung eingeschränkt ist, helfen wir durch die Implantation eines Herzunterstützungssystems. Dafür stehen alle notwendigen Geräte rund um die Uhr zur Verfügung.
Manche Patient:innen benötigen im Verlauf ihrer Erkrankung andere Lösungen wie beispielsweise ein Kunstherz. Auch diese Behandlungsmöglichkeit bieten wir in unserem Haus an.
Die Betreuung der Kunstherzpatient:innen übernehmen Ärzt:innen und Pflegende mit einer speziellen Ausbildung. 2022 haben wir drei Patient:innen erfolgreich ein solches Kunstherz implantiert.
